Wenn über die Zukunft einer Region gesprochen wird, geht es selten nur um Gebäude. Es geht um Geschichten, um gewachsene Strukturen – und um die Frage, wie viel Vergangenheit in der Zukunft Platz haben soll.
In der Podcastreihe „Wachgeküsst 2030+“ spricht Timna Tonn mit Menschen aus der Weltkulturerbe-Region Semmering-Rax, die diese Zukunft aktiv mitgestalten. Zwischen Planung, Handwerk, Unternehmertum und Visionen entsteht dabei ein vielstimmiges Bild einer Region im Wandel – getragen von jenen, die hier leben und arbeiten oder sich bewusst für diesen Ort entschieden haben.
In dieser Folge steht die Architektin und Initiatorin des Pilotprojekts „Handwerk & Baukultur“ Johanna Digruber im Mittelpunkt. Sie gibt Einblick in die Entstehung und Weiterentwicklung eines Prozesses, der weit über klassische Projektarbeit hinausgeht: Es geht um den Versuch, Baukultur nicht nur zu erhalten, sondern sie als lebendige Praxis in der Region zu stärken.
Dabei wird deutlich, wie eng im Semmering-Rax-Raum Geschichte und Zukunft miteinander verwoben sind. Denkmalgeschützte Bauten, traditionelles Handwerk und regionale Identität bilden keine Kulisse, sondern Ausgangspunkt für neue Formen des Zusammenarbeitens. Im Gespräch wird sichtbar, wie wichtig es ist, unterschiedliche Akteurinnen und Akteure – von Gemeinden über Betriebe bis hin zu Eigentümerinnen, Eigentümer und Fachleuten – in einen gemeinsamen Entwicklungsprozess einzubinden.
Die Folge macht hörbar, was „Wachgeküsst 2030+“ im Kern auszeichnet: das Interesse an den Menschen hinter den Entwicklungen. An jenen, die gestalten, vermitteln, bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven eröffnen – und damit Zukunft nicht abstrakt denken, sondern konkret im regionalen Alltag verankern.
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