Am 4. und 5. September 2026 wurde am Ortsplatz Payerbach gemeinsam angepackt, diskutiert und weitergedacht. Im Rahmen des Projekts NEB:werk Payerbach ging es diesmal ganz konkret um die Frage: Wie kann ein bisher untergenutzter Raum vorübergehend zu einem offenen Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsames Tun werden?

Gemeinsam anpacken

Am Freitag wurde zunächst praktisch gearbeitet. Ein Raum in einem der Bestandsgebäude am Ortsplatz wurde gemeinsam aufgeräumt und für eine zukünftige Zwischennutzung vorbereitet. Damit wurde nicht nur Platz geschaffen, sondern auch ein erster sichtbarer Schritt in Richtung einer neuen Nutzung des Ortes gesetzt.

Am Samstag folgte die Dorfwerkstatt. Aufbauend auf den bisherigen Gesprächen, Spaziergängen und Workshops wurde gemeinsam überlegt, was in dem Raum stattfinden könnte, welche Infrastruktur dafür notwendig ist und wie die Nutzung organisiert werden kann.

© NEB:werk

Ein Raum für Payerbach

Im Mittelpunkt standen Ideen, die den Raum zu einem Ort für Austausch, Wissen und gemeinsames Tun machen. Dabei ging es sowohl um regelmäßige Angebote als auch um einzelne Veranstaltungen.

Eine kleine Lokalbibliothek könnte Bücher zur Geschichte Payerbachs, Kinderbücher und Sachbücher zugänglich machen. Bei Dia- und Themenabenden könnten Erinnerungen aus dem Gemeindeleben geteilt und Geschichten aus Payerbach sichtbar werden. Damit soll ein Austausch zwischen verschiedenen Generationen, zwischen Einheimischen und Neubürgerinnen und Neubürgern entstehen.

Auch für Kinder und Jugendliche wurden verschiedene Angebote angedacht – etwa ein Lerncafé, Zeichen- und Malangebote oder Workshops zu kreativen Themen. Für Erwachsene könnten Spiele- und Stricknachmittage, Vorträge oder gemeinsame kreative Aktivitäten stattfinden.

Daneben entstanden Ideen für besondere Veranstaltungen: ein Stollen-Event in Kooperation mit dem Bergwerk, ein Advent-Fenster mit Lesung und Musik, ein Halloween-Abend oder ein Faschingspfad durch den Ort. Auch Natur und Biodiversität sollen mit Spaziergängen und anderen Formaten aufgegriffen werden.

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Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Bei der Dorfwerkstatt ging es nicht nur darum, was stattfinden könnte, sondern auch darum, wer sich einbringen und welche Aufgaben übernehmen möchte. Für verschiedene Angebote haben sich bereits interessierte Personen gefunden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Zwischennutzung auf mehrere Schultern verteilt werden soll.

Besprochen wurden unter anderem die Betreuung und Organisation des Raumes, Reinigung und Schlüsselverwaltung, Veranstaltungsorganisation sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Auch die Vernetzung mit Vereinen und anderen Einrichtungen spielt eine wichtige Rolle. Ein gemeinsames Vereinsmeeting könnte dazu beitragen, bestehende Initiativen zusammenzubringen und weitere Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen.

Damit die neuen Möglichkeiten am Ortsplatz auch sichtbar werden, sind verschiedene Formen der Kommunikation geplant – von Postkarten, Flyern und Postern bis zu Social Media und einer einfachen Online-Präsenz mit Veranstaltungskalender. Eine Hinweistafel vor Ort könnte auf die neuen Aktivitäten aufmerksam machen: Hier passiert etwas.

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Wie geht es weiter?

Mit der Dorfwerkstatt wurde ein weiterer Schritt von der gemeinsamen Ideenentwicklung hin zur Umsetzung gemacht. Aus den bisherigen Gesprächen sind konkrete Nutzungsideen, erste Veranstaltungsformate und mögliche Rollen für die weitere Entwicklung entstanden.

In den nächsten Schritten geht es darum, die Infrastruktur weiter vorzubereiten, Zuständigkeiten zu klären und erste Angebote umzusetzen. Der Raum soll sich dabei nicht über ein fertiges Programm entwickeln, sondern durch die Menschen, die ihn nutzen und mitgestalten.

NEB Payerbach versteht den Ortsplatz als einen Ort, der Schritt für Schritt gemeinsam entwickelt wird – offen für neue Ideen, unterschiedliche Generationen und alle, die sich einbringen möchten.

Sie möchten sich beteiligen oder eine eigene Idee einbringen?
Dann melden Sie sich gerne unter moosbauer@harddecor.at.

Infos zum Projekt: 

Im Dezember 2025 erhielt das Projekt „Gemeinsam Zukunft bauen: das Modellquartier NEB:werk Payerbach in der Weltkulturerbe-Region Semmering“ die Förderzusage im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt 2025“ der europaweiten Initiative New European Bauhaus (NEB). Ziel ist es, den Ortskern von Payerbach als Modellquartier für eine nachhaltige, lebenswerte und klimafitte Entwicklung weiterzudenken und gemeinsam mit der Bevölkerung zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten.

Die Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ ist Teil des FTI-Schwerpunkts „Klimaneutrale Stadt“ des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und des Klima- und Energiefonds (KLIEN). Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des BMIMI und KLIEN durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (AWS).

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